Bachelor (BA/BSc)

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss der Hochschulen auf der Tertiärstufe. Er ist eidgenössisch anerkannt und wurde zusammen mit dem Master als neues zweistufiges Studiensystem im Rahmen der Bologna-Reform eingeführt, die sich am angelsächsischen Vorbild orientiert und deren Ziel die Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit der europäischen Studienabschlüsse ist. Bachelor-Studiengänge dauern drei Jahre im Vollzeitstudium und vier Jahre berufsbegleitend. Sie setzen sich aus Assessment-Stufe und Hauptstudium zusammen. Sie vermitteln den Studierenden erste fachliche Qualifikationen sowie wissenschaftliche Grundlagen und werden mit 180 ECTS-Punkten bewertet. Für das Bachelor-Studium wird an den Universitäten eine gymnasiale Matura, an den Fachhochschulen eine Berufsmatura oder eine gymnasiale Matura mit anschliessendem Praktikum vorausgesetzt. Der Bachelor-Abschluss wiederum ist Voraussetzung für die Zulassung zu einem Master-Studium. Einige wenige Studiengänge, wie z.B. Medizin, sind nicht in die Stufen Bachelor und Master unterteilt. Das Bachelor-Studium wird mit einem Bachelor of Arts (BA) oder einem Bachelor of Science (BSc) abgeschlossen. Der BA wird in der Regel in eher geisteswissenschaftlich ausgerichteten Studiengängen, wie zum Beispiel Sprachen, Geschichte oder Recht, vergeben. Der BSc wird in der Regel in den Naturwissenschaften und empirisch orientierten Disziplinen, wie beispielsweise Chemie, angewandter Psychologie oder Betriebsökonomie, vergeben.